Kritik der Romantischen Zweierbeziehung

Vortrag: Kritik der Romantischen Zweierbeziehung und der Ehe, liebe.arranca in Zusammenarbeit mit dem Bildungskollektiv biko.Arranca und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen

Die romantische Liebe steht nach wie vor neben der Arbeit im Zentrum der Selbstvergewisserung des modernen Subjekts und gilt als „ganz natürlich“. Heterosexuelle, romantische Zweierbeziehungen (RZB) nach dem Vorbild der Ehe mit ihren strukturellen Hierarchien und Ausschlüssen, ihrem Sexismus und Besitzdenken sind Vor- und Leitbild — für Staat und Recht ebenso wie für Popkultur und individuelle Lebensentwürfe. Außerdem liefern sie mit ihrer kostenlosen (meist weiblichen) Reproduktionsarbeit neue und ausgeruhte Arbeitskräfte und (re)produzieren die heterosexistische Zurichtung der Menschen. In unserem Vortrag wollen wir die historische Entstehung des romantischen Liebesideals offen legen und damit seine angebliche Natürlichkeit dekonstruieren. Weiterhin werden wir die positive Anbindung der RZB und ihrer Idealformen Liebesehe und Kleinfamilie an den bürgerlichen Kapitalismus und heteronormative, sexistische Strukturen kritisieren.


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