Sexismus und Lookism

Votrag: Sexismus und Lookism [AAWL]

„Ein Mensch ist nicht als ‚Frau‘ geboren, sondern wurde als Frau sozialisiert“
Simone de Beauvoir (französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin, 1949)

Als Sexismus wird die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit definiert. Dieser Begriff ist eine Parallelbildung zu racism (Rassismus), die als sexism in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre geprägt wurde und sich lange ausschließlich auf die Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Frauen bezog. Auch heute noch finden sich in Wörterbüchern, Lexika oder Enzyklopädien vermehrt Hinweise auf die Diskriminierung oder Benachteiligung von Frauen.
Es gibt verschiedene Definitionen des Sexismus, so erläutern die Fachbereiche der Soziologie, der Psychologie und des Post-Feminismus diesen Begriff auf völlig unterschiedliche Weise.

Mit Sexismus werden nicht nur individuelle Vorurteile, sondern auch institutionalisierte Diskriminierungen benannt, wie z.B. die Entwicklung des Patriarchats im Gesellschaftsentwicklungsprozess oder die Festlegung des Kleiderstils jünger Frauen und Männer, auf ein striktes Rollenbild.

Ein Effekt dieser erzwungenen Hereinwachsung in das vorgegebene Rollenbild ist die Diskriminierung im Rahmen des lookism. Hierbei werden Menschen benachteiligt, diskriminiert und herabgesetzt, sobald ihr äußeres Erscheinungsbild nicht der Norm und den vorherrschenden Schönheitsidealen entspricht. Lookism muss nicht als aktive Form der Diskriminierung in Erscheinung treten, auch das Fehlen von Freunden bei unattraktiveren Menschen fällt in den Rahmen dieses Typs der Diskriminierung. Doch Realität ist, dass Lookism nahezu alle Lebensbereiche dieser Gesellschaft beeinflusst – Privates, den Arbeitsmarkt, die Unterhaltungsindustrie und sogar die Liebe.


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